DO7VLR - German Amateur-Radio-Station
Kreisstadt Neunkirchen/Saar
Antennenanlage

Die Antennen befinden sich ausschließlich auf dem Hausdach. Die Anlage wurde im Jahr 2005 komplett umgebaut und besteht im Wesentlichen aus zwei Masten:

2m-Gruppe Satelliten-Antennen und X510

Auf dem linken Bild sieht man zwei Tonna 11-Element-Yagis für 144 MHz, die über einen Anpasstopf zusammengschaltet sind. An dem Ausleger in der Mitte des Mastes befindet sich eine 19-Element Kreuzyagi für 432 MHz, ebenfalls von Tonna. Die Polarisation lässt sich über einen am Mast montierten Antennenschalter von SSB Electronics auswählen. Der Rotor (Yaesu G-800S) befindet sich im Haus auf dem Boden, ein Oberlager wurde mittels einer extra angefertigten Halterung zwischen zwei Dachbalken montiert (hierfür gilt Karl, DB3VG mein Dankeschön). Der Mast ist kippbar, somit kann man bequem an den Antennen arbeiten und experimentieren (siehe unten).
Auf dem rechten Bild sieht man die Antennenanlage für den Funkbetrieb über Satelliten und eine Diamond X510 darüber. Die Anlage besteht aus einem Kenpro KR-5400B horizontal / vertikal Rotorsystem und jeweils einer X-Quad für 145MHz und 435MHz von der Firma WiMo. Darunter befindet sich ein 90cm Offset-Spiegel von Kathrein für Astra TV-Satelliten.
Verwendetes Koaxialkabel: Aircom Plus, Ecoflex 15, H2000 Flex
Behilflich beim Aufbau war mir Alois, DD7VW.

Hier noch zwei weitere Fotos:

Antennenanlage DO7VLR Antennenanlage DO7VLR

Zwischen den beiden X-Quads wurde noch eine 17-Element Yagi von SHF-Design zum Empfang von Amateurfunkfernsehen im 23cm-Band (1,2 GHz) installiert.

Der kleine, auf der Rückseite des Mastes montierte Offset-Spiegel, ist fest auf das ATV-Relais DB0YK ausgerichtet. Standort des Relais ist der Höcherberg bei Bexbach, die Entfernung beträgt ca. 4,5 km. Obwohl keine direkte Sichtverbindung zum Relais besteht, lässt sich das Fernsehbild auf 10,220 GHz störungsfrei empfangen.
Im Brennpunkt des 60cm-Spiegels befindet sich ein LNC von Cambridge Industries, welcher für den Empfang von 10GHz-Signalen modifiziert wurde.


Linie


Die Konstruktion des Mastes mit der Yagi-Gruppe:


Kippbarer MastAls der Wunsch nach einem zweiten Mast aufkam, dachte ich auch über das Arbeiten an den Antennen nach. Dabei entstand die Idee, den Mast doch kippbar zu machen. Dafür fertigte mir Frank, DL4VCG ein maßgenaues Kippgelenk an. Den "Fuß" des Mastes bildet der Rotor, er ist auf dem Dachboden fest verschraubt. In ihm steckt ein ca. 220cm langer Stahlmast mit 60mm Durchmesser und 2,5mm Wandstärke. Er wird über ein Oberlager nach Außen geführt. Da ein weiterer Stahlmast zu schwer geworden wäre, entschied ich mich für einen Alu-Mast mit 50mm Durchmesser und 5mm Wandstärke, 400cm lang. An dessen unteren Ende wurde das Kippgelenkt befestigt und auf den Stahlmast aufgesetzt und verschraubt.

Kippgelenk:

Kippgelenk

Löst man die untere Schraube des Gelenkes, kann man den Mast problemlos abkippen.

Kippgelenk
Links:

Das Gelenk ist 40cm lang und hat von Oben bis zur Mitte einen Innendruchmesser von 50mm zur Aufnahme des Alu-Mastes. Dieser wird durch zwei Schrauben arretiert.

Rechts:

Die weiteren 20cm haben einen Innendurchmesser von 60mm. Mittels einer weiteren Schraube (hier noch nicht zu sehen) wurde darin der Stahlmast arretiert.






Mast Abdichtung

Dachdurchführung:



Dies stellte sich als weiteres Problem, da der Mast ja schon von innen gedreht wird.

Es wurde ein spezieller Kunststoffziegel gekauft, der eigentlich für die Abluft von Dunstabzugshauben in der Küche oder von Toilettenspülungen benutzt wird. Durch diesen wurde der Mast durchgesteckt.

Um das eintreten von Wasser zu verhindern, wurde eine Haube aus Alu-Blech angefertigt, da keine Mast-Abdichtung in dieser Größe zu finden war.
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